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Stadt Köln verabschiedet Sportamtsleiter Dieter Sanden
 
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14.12.2017 

 

 

Dieter Sanden

 
Stadt Köln verabschiedet Sportamtsleiter Dieter Sanden
 
Mit einer gekonnten Mischung von Diplomatie, Konsequenz und nachhaltigem Einsatz für den Kölner Sport hat der bisherige Leiter des städtischen Sportamtes, Dieter Sanden, die Kölner Sportwelt in den vergangenen 24 Jahren geprägt. Nach 48 Jahren im Dienst der Stadt Köln und insgesamt 24jähriger Tätigkeit an der Spitze des Sportamtes, verabschiedet die Stadt Köln am Dienstag, 5. Dezember 2017 ihren langjährigen Sportlobbyisten, Manager und Sportförderer in den Ruhestand. Die verschiedensten Weltmeisterschaften, an der Spitze die Fußball-WM 2006 und genauso der Kölner Breitensport waren die größten Herausforderungen und auch Herzensangelegenheiten für ihn.
 
Während seiner langjährigen Tätigkeit in der Sportverwaltung hat er maßgeblich die strukturellen Veränderungen in der städtischen Sportlandschaft mitgestaltet. So sind mit seinem Namen untrennbar die Ausgliederung der städtischen Bäder in die zum 1. Januar 1998 neugegründete KölnBäder GmbH sowie die Ausgliederung zahlreicher Sportstätten in die Kölner Sportstätten GmbH verbunden. In Sandens Amtszeit fallen zudem zahlreiche Sportgroßveranstaltungen, die unter seiner Leitung von städtischer Seite geplant, mitbetreut und nachbereitet wurden. International beachtete Events wie der FIFA Confederations Cup 2005, die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und die Handball-Weltmeisterschaft 2007, die als "Sommer- und Wintermärchen" nicht nur in die Kölner Sportgeschichte eingegangen sind. Gleich drei Eishockey-Weltmeisterschaften in den Jahren 2001, 2010 und 2017 haben das Image der Sportstadt Köln national wie international nachhaltig geprägt und tun dies noch heute. Ebenso fallen in Sandens Dienstzeit die Gay Games 2010 sowie die Ruder-WM 1998, im Rahmen derer es unter seiner Führung gelang, den Fühlinger See mit Landesfördermitteln nachhaltig auszubauen und zu gestalten. Der am 23. April 1952 in Siegburg geborene Sanden trat als Verwaltungspraktikant im September 1969 in den Dienst der Stadt Köln ein. Schulverwaltungsamt Sozialamt, und Bürgerhauses Stollwerck waren seine ersten Stationen, bevor er in das Dezernatsbüro des damaligen Sportdezernenten und späteren Oberstadtdirektors Lothar Ruschmeier wechselte. Sanden blieb dem Sportdezernt treu, bis er am 1. November 1993 die Funktion des Leiters des Sport- und Bäderamtes übernahm. Während seiner beruflichen Laufbahn im Sportamt lagen Dieter Sanden insbesondere die Kölner Sportvereine, die Unterstützung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit und die Sanierung und der Neubau von Sportanlagen im Stadtgebiet am Herzen. In diesem Bereich konnten durch den geschickten Einsatz von Fördermitteln zahlreiche Erfolge gefeiert werden. So kann Dieter Sanden bis zum heutigen Tage auf Errichtung von 36 und 14 in Planung befindlichen Kunstrasenplätzen zurückblicken. Nachhaltig positive Effekte wurden auch im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit zur Olympiabewerbung 2012 erzielt, zu der Düsseldorf und die Region Rhein-Ruhr, unterstützt von Köln und vielen weiteren Städten, angetreten waren. Viele der in diesem Zeitraum geknüpften Kontakte auf Verwaltungsebene bestehen bis heute und erleichtern die Zusammenarbeit unter den Kommunen nachhaltig. Mit der Etablierung des Labels "Kölner Sportjahr" erreichte Sanden im Jahr 2010 das Ziel, regelmäßig große Sportveranstaltungen nach Köln zu holen. So ist die Stadt Köln seit 2010 jährlich Ausrichter des EHF Final4 im Handball und auch das DFB-Pokalfinale der Frauen wird im Jahr 2018 bereits zum neunten Mal in Köln stattfinden. Aber auch nationale und regionale Wettkämpfe und Deutsche Meisterschaften in unterschiedlichsten Sportarten erfahren durch die Aufnahme in das "Kölner Sportjahr" wichtige Aufmerksamkeit und konnten ihre Bekanntheit steigern.
 
"Mit seinem ungeheuren Engagement war Dieter Sanden fast rund um die Uhr im Interesse des Kölner Sports unterwegs. Offenheit, Loyalität und geschickte Diplomatie prägten seine langjährige Arbeit und der wertschätzende Umgang mit Vereinsvertretern, der Sportpolitik, Dezernentinnen und Dezernenten sowie seinen Mitarbeitern im Sportamt haben ihn stets ausgezeichnet. Auch unter schwersten Rahmenbedingungen hat Dieter Sanden stets nach Lösungen gesucht. Ich bedanke mich für die sehr gute Zusammenarbeit und wünsche Herrn Sanden für die künftige Zeit alles Gute und viel Gesundheit", so Dr. Agnes Klein, Sportdezernentin der Stadt Köln die insgesamt elf Jahre lang mit Dieter Sanden zusammenarbeitete; anlässlich der Verabschiedung im Sportausschuss der Stadt Köln.



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Autor und Copyright: Inge Schürmann / Stadt Köln